Villinger Kriterium

Der Wettergott meinte es mit dem Veranstalter und den Rennfahrern besser als in den Jahren zuvor und ließ die Fahrer bei besten äußeren Bedingungen ihren Sport absolvieren. Pünktlich um 11 Uhr gab Sprecher Marc Sanwald den Kurs für die Teilnehmer des Frauen und Seniorenrennens frei. Von Anfang an wurde ein flottes Tempo vorgelegt und durch das Obere Tor hieß es die Lenker fest in den Griff zu nehmen, denn das Kopfsteinpflaster in diesem Bereich führte zu gewaltigen Schlägen auf das Material. Die üblichen Verdächtigen bestimmten auch in diesem Rennen die Pace und das Geschehen. So punkteten in den Wertungssprints vor allem Gunter Bohnenberger, RSV Tailfingen, der noch rechtzeitig aus einem Kurzurlaub zurückkam, um an den Start zugehen und Frank Nappert, der Leader in der Gesamtwertung. Ganz knapp mit einem Punkt Vorsprung konnte Gunter Bohnenberger das Rennen zu seinen Gunsten entscheiden. Frank Nappert, RKV Neuhausen, kam auf Platz 2. Überraschend gelang es RC-Fahrer Thomas Hutt, dem die Kriterien nicht besonders liegen, die Schlusswertung abzuräumen und damit noch als dritter der Sprung auf das Podest, seine beste Platzierung in diesem Jahr. Jeannine Mark konnte zwar keine Punkte in den Sprints ergattern, aber den Sieg in der Frauenwertung konnte sie problemlos herausfahren. Das Siegerpodest wurde deutlich von der Farbe blau beherrscht, denn mit Karl Rupp, der seine Wertungsklasse gewann standen in diesem Rennen drei Fahrer des RC Villingen auf dem Podest. Ein Auftakt nach Maß für den RC. Arnhild Proß fuhr als 15. durch das Ziel und Villingens jüngste Fahrerin Eliane Rupp wurde 21. Ralf Nühlen fuhr ebenfalls ein starkes Rennen und kam auf Rang 18. Das Aufgebot der Villinger Fahrer im kleinen Finale wurde von Marcel Arena angeführt. Alles andere als ein Podestplatz wäre für mich eine Enttäuschung so Arena vor dem Rennen. Entsprechend motiviert ging er an den Start und sammelte fleißig Punkte. Noch einmal in Gefahr geriet seine Platzierung als Markus Hackius ausriss und das komplette Feld überrundete. Gernot Rupp versuchte die Attacke zu kontern, konnte aber den tempofesten Hackius nicht auffahren. Er holte sich in einer zwischenzeitlichen Wertung 3 Punkte holen und fiel dann wieder ins Feld zurück. Die Punkte reichten ihm für Platz 10. Gegen Ende des Rennens rissen Ralf Augke, Timo Röcker und der Villinger Junior Luca Brugger aus und fuhren gemeinsam ins Ziel. Vier Punkte holte sich Brugger und wurde damit 7. in der Tageswertung und kam als Sieger der Juniorenwertung gemeinsam mit Marcel Arena, der sein gesetztes Ziel erreichte und 3. wurde, aufs Podest. Sieger Markus Hackius, SC Onstmettingen, und der Zweitplatzierte Richard Schlude, Führender in der Gesamtwertung vom RSV Öschelbronn, komplettierten das Podest. Nach 2 Rennen hatte der RC Villingen damit bereits 5 Fahrer auf dem Treppchen. Andrej Fendel rackerte sehr viel und landete auf Platz 15. Hartmut Lange fuhr lange ein sehr starkes Rennen als er dann plötzlich zurückfiel. Im Eifer des Gefechts merkte er nicht, dass durch ein Speichenbruch das Vorderrad permanent abgebremst wurde und der erhöhte Einsatz raubte ihm die Kraft. Er wurde 18. und Silvio Müller kam als 19. ins Ziel. Schon in den Rennen zuvor merkte man, dass die Urlaubszeit die Fahrerfelder ausdünnte. Ganz extrem war dies bei den Schülern der Fall. Gerade mal 7 Fahrer machten die Podestplätze unter sich aus. Tim Renner aus Ottenbach siegte bei der Klasse U11. Nils Bantel aus Ottenbach, Hameed Nurelhoda ebenfalls Ottenbach und Elias Hentschel, RV Adler Empfingen war das Siegertrio bei der U13 Klasse. In der U15 Klasse hießen die Geehrten Richard Kimmich, RSC Biberach, Egor Skurat, RSV Donaueschingen und Marisa Strölin aus Ottenbach. Im folgenden Rennen des großen Finale ging es von Anfang an extrem schnell zur Sache. In der Vierer-Spitze waren die stärksten Fahrer Tim Nuding und der Villinger Stephan Duffner, der die erste Wertung dann hauchdünn für sich entschied. Danach wurden sie wieder gestellt. Philipp Petzold und Christoph Brand, RSV Wendelsheim setzten daraufhin zum entscheidenden Vorstoß an. Schnell holten sie sich einen ordentlichen Vorsprung und durch die Uneinigkeit im Feld konnten die beiden das komplette Feld überrunden. Bei Stephan Duffner, der nach zwei Wertungen das Rennen anführte, stellte sich eine schwächere Phase ein während der er das Podest aus der Hand gab. Bei dem stark animierten Rennen mußten die beiden jüngsten Fahrer des Rennens, die beiden Villinger Matthias Gummich und Alex Tourlas dem hohen Tempo Tribut zollen. Bei Tourlas, der mit einem leichten Infekt an den Start ging, kam dann noch ausgesprochenes Pech dazu. 20 Runden vor Schluss hatte er einen Reifenschaden und gab auf. Matthias Gummich biss sich durch und wurde 16. Stephan Duffner, der zu den Mitfavoriten im Rennen gehörte, meinte nach dem Rennen. Wahrscheinlich bin ich das Rennen zu schnell angegangen und nach der Überrundung hat auch noch der Kopf gestreikt, aber mit Platz 6 konnte er unter diesen Voraussetzungen dann doch noch zufrieden sein.